Alexander Zverev hat erstmals die Vorschlussrunde bei den BOSS OPEN in Stuttgart erreicht! Der Weltranglisten-Dritte besiegte am Freitag im Viertelfinale des mit 751.630 Euro dotierten ATP-Rasen-Highlights den US-Amerikaner Brandon Nakashima mit 7:5, 6:4 und spielt nun am Samstag gegen Ben Shelton (USA) um den Finaleinzug bei seinem Heimturnier am Weissenhof. Das zweite Halbfinale bestreiten Taylor Fritz (USA) und Felix Auger-Aliassime (CAN), der den Erfolgslauf von Top-Talent Justin Engel stoppte.
Alexander Zverev ist nach Philipp Kohlschreiber (2016), seinem Bruder Mischa (2017), Jan-Lennard Struff (2019 und 2023) und Oskar Otte (2022) der fünfte Deutsche, der das Halbfinale in Stuttgart erreicht hat, seitdem das Turnier 2015 auf Rasen ausgetragen wird.
Gegen den aktuellen Weltranglisten-31. Brandon Nakashima hatte Zverev zuvor bereits dreimal gespielt. Diese Duelle hatten allesamt bei Grand-Slam-Turnieren stattgefunden, die Bilanz des Deutschen war mit 3:0 makellos – und sie sollte es auch nach dem Duell in Stuttgart bleiben. Zverev wehrte im ersten Satz beide Breakbälle seines Gegners ab und schlug seinerseits bei seiner einzigen Chance eiskalt zu: Break zum 6:5, danach servierte der Hamburger souverän aus.
Im zweiten Durchgang zog Deutschlands Nummer eins das Tempo an und ließ keinen Breakball für Nakashima mehr zu. Er selbst durchbrach den Aufschlag des US-Amerikaners zum 3:2 und ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen. Als der Lokalmatador nach 91 Minuten seinen ersten Matchball zum 7:5, 6:4-Sieg verwandelte, brandete auf dem vollbesetzten Centre Court am Weissenhof Riesenjubel auf.
„Ich habe heute besser gespielt als gestern, besser returniert und definitiv besser aufgeschlagen“, sah Zverev in der Pressekonferenz eine klare Steigerung in seinem Spiel gegenüber seiner Leistung im ersten Match am Donnerstag gegen Corentin Moutet (FRA). „Ich habe hier viel trainiert, aber jetzt sind nur noch vier Spieler im Turnier. Am Anfang der Woche lag der Fokus auf dem Training, jetzt werden es mehr Matches. Egal, wie es ausgeht, ich habe jetzt auf jeden Fall drei Matches, daher ist es eine gute Woche“, sagte Zverev, der es nun mit Ben Shelton zu tun bekommt, der nach dem 6:4, 6:4 gegen den Tschechen Jiri Lehecka und dem damit verbundenen Vorstoß ins Halbfinale am kommenden Montag erstmals in den Top-Ten der Weltrangliste aufscheinen wird.
„Wenn das wirklich wahr ist, wäre das ein riesiger Meilenstein für mich. Aber ich muss das am Montag erst mit meinen eigenen Augen sehen. Es sieht so aus, als wäre Stuttgart für so eine Leistung ein guter Boden. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es Frances Tiafoe auch genau hier gelungen, in die Top-Ten vorzustoßen, als er den Titel gewonnen hat (2023, Anm.). Ich denke jetzt aber einmal nur an diese Woche und möchte am Sonntag noch dabei sein“, betonte Shelton bei seinem On-Court-Interview.
Für Justin Engel war bei Felix Auger-Aliassime Endstation
Im ersten Viertelfinale des Tages wehrte sich Justin Engel gegen Felix Auger-Aliassime zwar nach Kräften, am Ende blieb dem 17-jährigen Shooting-Star jedoch eine weitere Sensation verwehrt. Nach einer Matchdauer von 1:38 Stunden ging der als Nummer vier gesetzte Kanadier als 7:6 (7/3), 6:3-Sieger vom Platz. Engel nahm die Niederlage mit Fassung: „Sein Aufschlag war heute so unfassbar gut, dass ich bei meinen eigenen Aufschlagspielen ziemlich Druck hatte. Aber es hat wieder riesig Spaß gemacht, vor diesem Publikum zu spielen. Ich kann es gar nicht erwarten, nächstes Jahr hierher zurückzukommen.“ Sprach’s – und fuhr nach Halle weiter, wo er schon am Samstag in der Qualifikation antreten wird.
Auger-Aliassime streute nach dem Match der deutschen Zukunftshoffnung Rosen: „Es war nicht einfach, das sieht man auch am Ergebnis. Er hat einen großartigen Aufschlag und spielt für seine Größe sehr präzise. Wenn er so weitermacht, wird er für uns routiniertere Spieler bald ein Problem werden.“ Der zweifache Stuttgart-Finalist Auger-Aliassime (2019, 2021) trifft am Samstag im ersten Halbfinale ab 12.00 Uhr auf den Weltranglisten-Siebten und BOSS-Markenbotschafter Taylor Fritz, der sich beim souveränen 6:3, 6:4 gegen den Ungarn Marton Fucsovics keine Blöße gab.
Mit Zverev (1), Fritz (2), Shelton (3) und Auger-Aliassime (4) stehen damit auch die vier topgesetzten Spieler im Halbfinale der BOSS OPEN 2025!
Text: BOSS OPEN