Für Dominik Koepfer und Yannick Hanfmann war am Mittwoch im Achtelfinale der BOSS OPEN in Stuttgart Endstation! Während sich Koepfer dem an Nummer fünf gesetzten Italiener Lorenzo Musetti in drei spannenden Sätzen geschlagen geben musste, ließ Hanfmann bei der Zweisatz-Niederlage gegen US-Titelverteidiger Frances Tiafoe nicht weniger als elf Breakbälle ungenützt.

Die Partie zwischen Dominik Koepfer und Lorenzo Musetti wogte hin und her, nach einer Spielzeit von 2:47 Stunden hatte der Italiener letztlich mit 6:7 (9/11), 7:6 (7/5), 6:3 das bessere Ende für sich. Mit einer Satzführung im Rücken fehlten dem 30-jährigen Deutschen beim Stand von 5:3 im Tie-Break des zweiten Durchgangs nur zwei Punkte zum Einzug ins Viertelfinale, doch mit vier Punkten in Serie stellte Musetti den Ausgleich her.

Im dritten Satz gelang dem aktuellen Weltranglisten-30. das entscheidende Break zum 5:3, danach servierte Musetti sicher zum Matchgewinn aus. „Montag ist es in meine Richtung gelaufen, heute gegen mich“, kommentierte Koepfer die Niederlage. „Ein Punkt mehr im Tie-Break des zweiten Satzes und es wäre sich für mich vielleicht ausgegangen. Aber ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe nicht schlecht gespielt“, ergänzte Koepfer, der es verabsäumte, seiner am Weissenhof anwesenden Großmutter einen Sieg zu deren 90. Geburtstag zu schenken. „Es war cool, dass sie da war. Es war das erste Mal, dass sie bei einem Match dabei war, seitdem ich 15, 16 war – da hat sie mich ab und zu mal rumgefahren. Schade, dass es nicht gereicht hat“, sagte Koepfer.

Ein Match der vergebenen (Break)-Möglichkeiten von Hanfmann

Yannick Hanfmann bot gegen Frances Tiafoe eine gute Leistung, allein im Verwerten seiner Break-Möglichkeiten war der Karlsruher zu nachlässig. Gleich elf Chancen ließ Hanfmann ungenützt, seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen. So ging der Titelverteidiger nach 1:53 Stunden als 7:5, 7:6 (7/5)-Sieger vom Platz.

„Die Statistik tut weh, da stehen elf Breakbälle, die ich nicht genutzt habe. Vor allem im ersten Satz hatte ich ein paar Chancen, aber das ist Rasentennis. Da ist es schwierig, den Aufschlag zu brechen, aber ich habe ein gutes Match gemacht. Klar, mit ein paar genutzten Chancen hätte es vielleicht auch andersrum laufen können“, resümierte Hanfmann.

Struff spielt gegen Rinderknech um den Einzug ins Viertelfinale

Damit ruhen die deutschen Hoffnungen im Einzel auf Jan-Lennard Struff! Der Vorjahresfinalst trifft am Donnerstag in seiner Achtelfinal-Partie im zweiten Match nach 11.00 Uhr auf den Franzosen Arthur Rinderknech. Nicht vor 14.30 Uhr beginnt dann das Duell zwischen dem zweifachen Stuttgart-Triumphator und globalen BOSS Markenbotschafter Matteo Berrettini mit dem Kanadier Denis Shapovalov. Nicht vor 16.30 Uhr bestreitet US-Jungstar Ben Shelton gegen den australischen Qualifikanten James Duckworth seine Premiere bei dem mit 812.235 Euro dotierten ATP-Rasenturnier in Stuttgart.

TV-Hinweis:
DF1 überträgt von Montag (10. Juni) bis Freitag (14. Juni) von 11.00 bis 18.00 Uhr alle Centre-Court-Matches der BOSS OPEN live und exklusiv im linearen Free-TV in Deutschland sowie im Stream auf ServusTV On und DF1. Das erste Halbfinale am Samstag, 15. Juni, zeigt der Sender ab 12.00 Uhr, das zweite nicht vor 14.00 Uhr. Das große Finale ist am Sonntag, 16. Juni, ab 13.00 Uhr zu sehen.
Dazu berichten auch die Pay-TV-Sender Sky und Tennis Channel International in Form von Live-Übertragungen von den BOSS OPEN in Stuttgart.

Text: BOSS OPEN